Hochwasserrückhaltebecken Niederpöbel
Die Landesdirektion Dresden hat den Plan zum Neubau des Hochwasserrückhaltebeckens Niederpöbel am 14.11.2011 festgestellt. Verantwortlich für die Planung sind die INROS LACKNER AG und die G.U.B. Ingenieur AG. Zum Leistungsspektrum der INROS LACKNER AG gehören die Planung der Ingenieurbauwerke, Verkehrsanlagen und technischen Ausrüstung, sowie die Projektleitung der Umweltplanung inkl. der Erarbeitung einzelner Leistungsteile (LBP, ökologische Kartierungen, Artenschutzfachbeitrag, Unterlagen zur FFH-Abweichungsentscheidung) sowie die genehmigungsrechtliche Begleitung der Planung im Planfeststellungsverfahren. Das neue Hochwasserrückhaltebecken wird zur Verbesserung des Hochwasserschutzes im Einzugsgebiet der Roten Weißeritz im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen errichtet. Das genehmigte Hochwasserrückhaltebecken ist eine große Talsperre nach DIN 19700 mit einer Dammhöhe von 28 Metern. Es besteht aus einem Steinschüttdamm mit Asphaltbetonkerndichtung und wird an der engsten Stelle des Pöbeltales in der Nähe des Schmiedeberger Ortsteils Niederpöbel errichtet.
Die Hochwasserschutzanlage ist für ein Hochwasserereignis ausgelegt, das statistisch gesehen alle 100 Jahre auftritt. Die auf 13 Hektar ausgedehnte Staufläche wird ein Rückhaltevolumen von ca. 1,2 Millionen Kubikmetern ermöglichen und die Staatsstraße S 183 auf einer Länge von etwa 1,2 km überstauen. Der Standort des Hochwasserrückhaltebeckens bei Niederpöbel wurde in Auswertung des Hochwasserschutzkonzeptes für das Einzugsgebiet der Weißeritz bestimmt. Hier kam es in den vergangenen Jahren - vor allem durch sommerliche Starkniederschläge - im Osterzgebirgsraum immer wieder zu Hochwasserereignissen. Im Jahr 2002 waren die Schäden im Einzugsgebiet der Roten Weißeritz besonders gravierend. Mit dem Hochwasserrückhaltebecken wird das Einzugsgebiet der Roten Weißeritz bis hin zur Talsperre Malter künftig wirksam geschützt.