Projekte Hochbauten

Fassadensanierung eines Verlagsgebäudes, Rostock

Auftraggeber:
Ostsee-Zeitung Rostock
Planung:
2008
Realisierung:
2009
Bausumme:
2,6 Mio. Euro
Planungsumfänge:

Vorplanung
Entwurfsplanung
Genehmigungsplanung
Ausführungsplanung
Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe
Objektüberwachung


Das Verlagsgebäude der OSTSEE-ZEITUNG in Rostock wurde in den 1960er Jahren errichtet. Es spiegelt in seiner Formsprache das Architekturverständnis dieser Zeit wider und ist prägend für das Erscheinungsbild des angrenzenden städtischen Raumes. Allerdings ist festzustellen, dass das Gebäude und insbesondere die Giebelseite zur Hauptstrasse dem anspruchsvollen städtebaulichen Kontext nicht entsprechen. Darüber hinaus fungiert das Verlagsgebäude der OSTSEE-ZEITUNG nicht als Solitär wie seinerzeit das Städtische Theater, sondern lässt einen Abschluss zum Platz hin offen.

Aufgabenstellung und Entwurf
Prägend für die Fassade ist die Struktur der Obergeschosse. Die Gleichförmigkeit, die durch die modulare Bauweise vorgegeben ist, gibt der Sanierung der Fassade eine anspruchsvolle Aufgabenstellung vor. Der Entwurf sieht eine Verbindung des Verlagsgebäudes zum Stadtraum und die Beseitigung der derzeit städtebaulich ungelösten Ecksituation vor. Durch das Einstellen dreier gebäudehoher Scheiben, die einer aufgeschlagenen Zeitung ähneln, werden neue Blickbeziehungen geschaffen, die eine Verbindung zwischen dem Haupteingang und der städtebaulich prägnanten Giebelseite des Gebäudes herstellen. Die Giebelseite wird durch vier übereinander gesetzte Glaskuben neu dargestellt. Die Affinität zu hinein und heraus geschobenen Schubladen, im Zusammenhang mit unterschiedlichen Rubriken einer Zeitung, ist hier bewusst gewählt.

Die Sanierung der Fassade konzentriert sich auf die bestehenden Elemente und ergänzt diese durch ein neues Element aus dem klassischen Repertoire. Die wahrnehmbare frei rhythmische Stimulierung der Fassade durch diese gebäudehohen Scheiben wird noch einmal durch seine formale Sprache stark unterstützt. Die sanierte Fassade wird die regionale und überregionale anspruchsvolle Rolle der OSTSEE-ZEITUNG unterstreichen und lässt das Verlagsgebäude zu einem städtebaulichen Aushängeschild werden.