National Convention Center Hanoi, Vietnam
| Auftraggeber: |
Ministry of Construction, Vietnam
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| Planung: |
2004 - 2005
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| Realisierung: |
2005 - 2006
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| Bausumme: |
ca. 175 Mio. €
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| Planungsumfänge: |
Entwurfsplanung |
Das National Conference Center beherbergt auf 60.000 m² BGF einen Konferenzsaal für 3.500 Teilnehmer, einen Bankettsaal für 1.000 Gäste, Ausstellungsräume, ein Pressezentrum, zwei Sitzungssäle für hochrangige Staatsgäste sowie Büros und andere Service-Einrichtungen. Vor dem repräsentativen Eingangsbereich des Gebäudes befindet sich eine eingeschossige Tiefgarage mit 650 Stellplätzen.
Technische Gebäudeausrüstung
Neben den Anforderungen des Bauherren hinsichtlich der betriebstechnischen Unabhängigkeit und anderen Sicherheitsaspekten wurde mit vielen Details auch der Wunsch der Objektplanung nach einer "unsichtbaren", perfekt in die Innen-raumgestaltung integrierten Haustechnik umgesetzt. Als technische Besonderheit wurde für die Bereitstellung des Grundwärmebedarfs eine Geothermieanlage bestehend aus einem Tiefbrunnen und einer Wärmepumpe eingesetzt. Die Wärmepumpe wird hierbei von einem in die Parkanlage integrierten Photovoltaikfeld mit Strom versorgt.
Tragwerksplanung
Das gesamte Gebäude ist auf ca. 1.000 Großbohrpfählen mit Durchmesser 80-120 cm auf einer gut tragfähigen Kiesschicht abgesetzt, die in etwa 35 bis 40 m Tiefe ansteht. Die tragende Konstruktion des Gebäudes wurde im wesentlichen in Stahl- und Stahlbetonbauweise geplant. Während die seitlichen, zwei-geschossigen Gebäudeteile relativ unkomplizierte Tragwerke aufweisen, entstanden durch die anspruchsvolle Innenraumgestaltung der Objektplanung vor allem im Bereich des Hauptsaals relativ komplexe statische Systeme. In die bis zu 57,75 m weit spannenden Hautbinder der Stahl-Dachkonstruktion wurden gekrümmte Nebenträger eingehängt, welche die spätere Dachform vordefinieren. Als Auflager für die Hauptbinder kommt ein Hertz´sches Lager aus Gußstahl zum Einsatz, welches gemäß den Spezifikationen des Planers gegossen und geprüft wurde. Insgesamt wurden ca. 11.000 t Konstruktionsstahl verbaut.
Da Hanoi Erdbebengebiet ist, wurde seitens des Bauherren eine erdbebensichere Auslegung des Gebäudes für ein Beben der Stärke MSK 8 gefordert. Die Ermittlung der Schnittgrößen aus Erdbebeneinwirkung wurde rechnergestützt mit dem Antwortspektrum Verfahren vorgenommen.