Projekte Verkehrsbauten

Ersatzneubau Brücke, Petersdorfer See

Auftraggeber:
Straßenbauamt Schwerin
Planung:
2004 - 2008
Realisierung:
ab 2008
Bausumme:
12,2 Mio. Euro
Planungsumfänge:

Vorplanung
Kapitalisierung
Entwurfsplanung
Genehmigungsplanung
Ausführungsplanung
Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe


Die Straßenbauverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (hier: Straßenbauamt Schwerin) beabsichtigt den Ersatzneubau der Brücke über den Petersdorfer See km 38+646,000, den damit erforderlichen Ausbau der BAB A19 in den Anpassungsbereichen, die Rekonstruktion der Anschlussstelle Waren (AS-Nr. 17) sowie die Erneuerung der B192 im Anschlussstellenbereich und die Anlage eines straßenbegleitenden Radweges an der B192. Die Baulängen ergeben sich aus den Änderungen der Gradiente und betragen auf der Nordseite 264m und auf der Südseite 478 m.

Die alte Brücke, eine Stahlbaukonstruktion, soll bis zu den Fundamenten rückgebaut werden. Sie wird durch ein Dreifeldbauwerk mit 64,75 - 134,5 - 64,75 = 264 m Gesamtstützweite und einer Brückenfläche von 8600 m² ersetzt. Die neue Stahlverbundbrücke besteht pro Überbau aus zwei luftdichtverschweißten gevouteten Hohlkästen und der Stahlbetonfahrbahnplatte. Durch die eiszeitliche Prägung des Baugrundes befinden sich im Bereich des Petersdorfer Sees abrupt ändernde Baugrundschichtungen. Diese sind geprägt durch bis zu 14 m tiefe Torfmudde. Dadurch müssen im Bereich der Pfeiler bis 30 m lange Pfahlgründungen angeordnet werden. Die Widerlager werden flach gegründet.

Der Bereich Umweltplanung erstellte Verträglichkeitsprüfungen für ein FFH-Gebiet. Mittels einer Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung wurden die Eingriffe in Natur und Landschaft erfasst und bewertet und Maßnahmen zum naturschutzfachlichen Ausgleich und Ersatz festgelegt wie z.B. das Schaffen von Ersatzquartieren für sieben Fledermausarten, der größten Population in Mecklenburg.