Projekte Hochbauten

Bauhof Wasser- und Schifffahrtsamt, Minden

Auftraggeber:
WSA Minden
Planung:
2005 - 2007
Realisierung:
ab 2008
Bausumme:
8,5 Mio. Euro
Planungsumfänge:

Vorplanung
Entwurfsplanung


Der Neubau einer zweiten Schleuse am Wasserstraßenkreuz von Weser und Mittellandkanal erfordert einen Ausbau des Bauhofs Minden. Dieser stellt ein Gebäudeensemble dar, welches aus mehreren einzelnen Objekten bzw. Gebäuden besteht. Dazu gehören 3 Werkstätten, ein Büro- und Sozialgebäude, ein Technikhaus sowie ein Umbau. Die einzelnen Gebäude haben entsprechend ihrer Nutzung unterschiedliche Gebäudehöhen. Die Neubauten werden in der Regel nach einem Grundraster von 6,25 m erstellt. Die Außenwände werden alle mit dem gleichen Wandaufbau erstellt, d.h. von innen nach außen: Kalksandsteinmauerwerk, Dämmung und Klinkervormauerschale.

Vor der Fassade stehen im genannten Grundraster monolithische Stahlbetonstützen, die in ihrem Habitus als Beton erkennbar bleiben. Diese so genannten Lisenen dienen zur Untergliederung der lang gestreckten Baukörper sowie zur optischen Abwechslung in der Fassadenansicht. Weiterhin sind sie unabdingbar mit der gewählten Dachkonstruktion verknüpft. Es handelt sich um ein Halbtonnendach mit Aluminium-Stehfalz. Dieses wird auf einer Konstruktion aus Holzleimbindern, Furnierschichtholzplatten und Pfetten aufgelegt. Die Binder überspannen dabei die gesamte Gebäudetiefe und ermöglichen eine freie Grundrissplanung.

Die einzelnen geforderten Räume in der Planung können so als eingesetzte Solitäre fungieren, d.h. je nach Anforderung an die Raumhöhe werden diese Räume mit einer eigenen Decke versehen. Damit ergibt sich in den geplanten Werkstätten eine freie Sicht auf die Dachkonstruktion mit Holzbindern und Furnierschichtholz. Dies hat keinen Einfluss auf brandschutztechnische Erfordernisse. Dieses Konzept hat positive Folgen in der weiteren Bedarfsplanung des Bauhofes Minden. Hierbei kann bei einem geänderten Anforderungsprofil frei und weitestgehend unabhängig geplant und umgestaltet werden, da das statische System des Gebäudes nicht angetastet wird. Ziel des gesamten Konzeptprofils ist eine nachhaltige und wirtschaftliche Lösung.