Meilensteine am Skandinavienkai
Lübeck, Oktober 2025: Am Skandinavienkai in Lübeck wurden zwei bedeutende Infrastrukturprojekte erfolgreich abgeschlossen: die Erweiterung des KLV-Terminals auf eine Gleislänge von 740 Metern und die Inbetriebnahme des dritten Portalkrans. Beide Maßnahmen erhöhen die Leistungsfähigkeit des kombinierten Verkehrs am größten Terminal der Lübecker Häfen und einem der wichtigsten Fährhäfen Europas. Inros Lackner übernahm im Auftrag der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) die technische Planung und Ausschreibung beider Projekte.
Durch die Verlängerung der Kranbahnanlagen und Erweiterung der Gleise kann der KLV-Terminal nun Ganzzüge von bis zu 650 Metern Länge abfertigen. Gleichzeitig wurden Flächen, Gebäude, Beleuchtung und Medienanschlüsse modernisiert, um den Betrieb effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. Der neue schienengebundene Portalkran mit rund 27 Meter langen Auslegern ist für den Umschlag von Containern und Lkw-Trailern zwischen Straße und Schiene ausgelegt. Er überspannt fünf Bahngleise, hebt Lasten bis zu 41 Tonnen und wird vom neuen Steuerstand des Betreibers Baltic Rail Gate fernbedient – eine technische Neuerung am Skandinavienkai. Mit dem dritten Portalkran erhöht sich die Umschlagskapazität des Terminals auf bis zu 240.000 Trailer und Container pro Jahr.
Mit dem Ausbau festigt die LHG den Lübecker Hafen als Kernnetzhafen des Trans-European Transport Network (TEN-T) im ScanMed-Korridor, der Skandinavien mit dem Mittelmeerraum verbindet und zu den wichtigsten Transportachsen Europas zählt. Das TEN-T-Netz verbessert den grenzüberschreitenden Güter- und Personenverkehr und unterstützt eine nachhaltige Mobilität.