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Perspektiven zur Warnowbrücke Rostock

Talk auf dem Kran

Rostock, Februar 2026: Frank Bernhardt, Geschäftsführender Direktor der Inros Lackner SE, hat am „Talk auf dem Kran“ des privaten TV-Magazins MV1 in Mecklenburg-Vorpommern teilgenommen. Thema der Runde war das Rostocker Oval, eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte der Hansestadt Rostock mit der Warnowbrücke als Schlüsselprojekt.  An der Talkrunde nahmen ebenfalls teil Dr. Ute Fischer-Gäde, Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität der Hansestadt Rostock, Robert Strauß, Stadtplaner und Koordinator des Rostocker Ovals, Oliver Buchholz, Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH, sowie Frank Streeck, Vorstand Freunde des Rostocker Ovals e. V. Im Gespräch wurden Chancen, Herausforderungen, Nutzungskonflikte und der bevorstehende Baustart der Brücke thematisiert.

Städtische Vision und Planungsstand 
Die Idee einer Verbindung zwischen Stadthafen und Gehlsdorf existiert bereits seit den 1970er-Jahren. Mit dem Rostocker Oval wird diese Vision nun in ein umfassendes städtisches Konzept eingebettet: ein durchgängiger Uferrundweg, neue Aufenthaltsqualitäten am Wasser und eine bessere Vernetzung der Stadtteile, mit der Warnowbrücke als Schlüsselprojekt. Sie verbindet den Stadthafen mit Gehlsdorf und wird als reine Fuß- und Radwegebrücke geplant – etwa 600 Meter lang und sechs Meter breit. Zudem wird sie Teil der touristischen Radfernroute Berlin–Kopenhagen und damit in ein internationales Radwegenetz eingebunden.

Aus planerischer Sicht befindet sich das Projekt in einer zentralen Phase: Die Entwurfsplanung ist abgeschlossen und geprüft, das Planfeststellungsverfahren läuft. Der entsprechende Beschluss wird Mitte dieses Jahres erwartet. Parallel arbeitet das Inros-Lackner-Team an der Ausführungsplanung. Nach aktuellem Stand ist die Fertigstellung für 2029 vorgesehen.

Technische Besonderheiten
Im Gespräch unterstrich Frank Bernhardt den hohen technischen Anspruch des Projekts: „Wir planen keine Standardkonstruktion, sondern ein integrales Bauwerk, das anders als konventionelle Brücken ohne Lager und Fugen konstruiert wird und dessen Enden fest in eine Betonkonstruktion eingespannt sind. Die Brücke verläuft in Kreisbögen und kann dadurch temperaturbedingte Verformungen konstruktiv über unterschiedliche Radienanpassungen ausgleichen.” Zudem hebt er die besondere Komplexität hervor: „Das Bauwerk umfasst eine Vorlandbrücke im Wasser in Höhe der Haedgehalbinsel im Rostocker Stadthafen, gefolgt von einem festen Brückenteil von rund 45 Metern. Daran schließt ein etwa 26 Meter langer beweglicher Klappenteil an, gefolgt von einer 471 Meter langen festen Querung mit einer Hauptdurchfahrtsöffnung von 70 Metern. Dazu kommen Wartestellen und ein Schiffsleitwerk.“ Die größte Herausforderung liegt in der Gründung im Wasser, da trotz umfangreicher Untersuchungen stets Restrisiken im Baugrund bestehen. Sichtbar starten die Arbeiten mit großen Monopiles, die eingerammt werden.

https://youtu.be/HhQqwVyLVQ0?si=05ETmHFMVLkbxTzx

Quelle & Bilder: Juni Media GmbH & Co. KG und MV1