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Umweltplanung für Streckensanierungen

Hohenzollernbahn

Stuttgart, Juli 2026: Bevor im September die zweite Bauphase zur Modernisierung der Hohenzollernbahn beginnt, startet die Stuttgarter Umweltplanung mit einer wichtigen Artenschutzmaßnahme im Rahmen der ökologischen Baubegleitung: der Absammlung und Umsiedlung von Schlingnattern sowie anderen Reptilien und Amphibien aus den Baufeldern.

 Im Auftrag der SWEG Schienenwege GmbH begleitet Inros Lackner die Sanierung von 8 Abschnitten mit insgesamt 7,7 Kilometer Länge auf der Hohenzollernbahn zwischen Gammertingen und Sigmaringen mit umfassenden Umweltplanungsleistungen. Das Projektgebiet liegt auf der Schwäbischen Alb – einem Naturraum mit besonders hoher Artenvielfalt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Genehmigungsplanung und die ökologische Begleitung. Die Bauarbeiten erfolgen in insgesamt acht Abschnitten und sind über 2 Umbauphasen im Jahr 2025 und 2026 geplant. Zu den zentralen Arbeiten zählen unter anderem die Erneuerung der Planumsschutzschicht (PSS) sowie der Austausch von Schiene, Schotter, Schwellen.

Bereits im Vorfeld der Bauarbeiten wurden 2024 und 2025 umfangreiche Kartierungen zu Reptilien und Amphibien durchgeführt. Darauf aufbauend wurden für jedes Umbaujahr ein Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag (AFB) und FFH-Vorprüfungen erstellt. Dazu gehört unter anderem die Anlage von Ersatzhabitaten (16 Steinriegel, 8 Totholzhaufen) und die Umsetzung von mehr als 200 Zauneidechsen aus dem Gleisbereich in die direkt angrenzenden Ersatzhabitate. Auch weitere Arten wie Schlingnattern, Ringelnattern, Waldeidechsen und Erdkröten wurden gesichert und umgesetzt.

Während der Bauphase 2025 stellte das Inros-Lackner-Team als ökologische Baubegleitung die Umsetzung aller Natur- und Artenschutzmaßnahmen sicher. Dazu gehörten regelmäßige Baustellenbegehungen, die Einhaltung der Schutzmaßnahmen sowie die Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden. Die zweite Bauphase folgt von September bis November 2026.