Gerichtsgebäude Hanoi, Vietnam

Der „Entwurf Netz des Himmels" steht für den gerechten Streit zwischen zwei Parteien vor Gericht.

Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag hat Inros Lackner Vietnam einen zeitgemäßen Entwurfsansatz verfolgt, um den 600 Richtern und Angestellten ein modernes Arbeitsumfeld und in den 30 Gerichtssälen klare und transparente Räume zu schaffen. Der Entwurf heißt „Netz des Himmels“, er steht für ein Netz, das auch in der Gerichtsbarkeit existiert. Der Hauptkomplex wird aus zwei Blöcken geformt: dem Gerichtsgebäude und dem Verwaltungsgebäude. Die zwei Gebäude schieben sich so ineinander als würden sie im Streit liegen. Zusammen mit der Fassadenidee soll das “Netz des Himmels” den gerechten Streit zwischen den zwei Parteien vor Gericht darstellen.

Der Entwurf legt viel Wert auf die Ästhetik, um einerseits eine städtebauliche Ikone zu etablieren, und um andererseits zusammen mit der großflächigen Fassade und der Wucht der Baukörper einen Eindruck von Kraft und Stabilität zu schaffen. Besonders wichtig ist die innere Erschließung, die in zwei getrennten Ringen geplant ist, um zu sichern, dass sich die Wege der Richter und die der Prozessteilnehmer nicht kreuzen.