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Fokus Küstenschutz
Ersatzneubau der Hadelner Kanalschleuse

1854 wurde die Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf zur Entwässerung des küstennahen Marschgebiets fertiggestellt. Ein Neubau ist nach mehr als 160 Jahren zwingend notwendig, damit die Schleuse in der Hauptdeichlinie zukünftig den Anforderungen des Küstenschutzes gegen Sturmfluten genügt.

In sieben Bauphasen wird das anspruchsvolle neue Bauwerk errichtet. Im September 2021 begann die letzte Bauphase der Kammerschleuse. In dieser Phase erfolgt die Montage der Portale und Hubtore des Stahlwasserbaus. Mit einem mobilen Schwerlastkran werden die Hubtore in die drei Schleusenhäupter gehoben. Die beiden 50 t schweren Hubtore des Außen- und Mittelhaupts sorgen für eine doppelte Deichsicherheit. Das kleinere Tor des Binnenhauptes dient neben der Schleusungsfunktion der Steuerung der Entwässerung des Kanals bei Tideniedrigwasser. Zeitgleich erfolgt die Fertigstellung der Brücke mit den anschließenden Straßen zur Wiederherstellung des öffentlichen Verkehrs über die neue Schleuse.

Inros Lackner ist im Auftrag des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft für die Machbarkeitsstudie, Objekt- und Tragwerksplanung, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination sowie für die Fertigungsüberwachung des Stahlwasserbaus verantwortlich. Zur Bewältigung dieser Planungsaufgabe wurde eine BIM-fähige Software eingesetzt und die wesentlichen Bauteile wie Bestand, Schleuse mit Flügelwänden und Baugrube dreidimensional modelliert.

Die Fertigstellung des Neubaus ist für April 2022 geplant.

Quelle: maritime-elbe.de, niedersachsen.de