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„Moving Rwanda“
INROS LACKNER bei Mobilitäts- und Ausbildungspartnerschaft „Moving Rwanda“ des BMZ dabei

Ende Februar hat das Bundesentwicklungsministerium und Volkswagen, Siemens, SAP, GIZ sowie Inros Lackner den Startschuss für die Mobilitätspartnerschaft „Moving Rwanda" für die Hauptstadtregion Kigali in Ruanda gegeben. Die Expertise der Inros Lackner SE liegt im Infrastrukturausbau sowie in der Logistik. Inros Lackner kann dabei auf eine langjährige Projekterfahrung in Afrika zurückblicken. 

Innerhalb der Netzwerkinitiative „Strategische Partnerschaft Digitales Afrika“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarabeit und Entwicklung wurde das Projekt „Moving Rwanda“ initiiert. Mit „Moving Rwanda” wird die in Kürze startende VW- Autoproduktion in Kigali mit modernen integrierten Mobilitätsdiensten, wie umweltfreundliche und App-basierte Carsharing-Modelle, ergänzt. Ruanda ist bei Wirtschaftswachstum, Digitalisierung und Stadtentwicklung ein Vorreiterland in Afrika. Ambitionierte Pläne für eine smarte Mobilität werden verfolgt. 2016 wurde ein Bussystem mit WLAN an Bord eingeführt, der Radverkehr wird aktiv gefördert und es werden Fußgängerwege gebaut. 

„Die Erweiterung der individuellen Mobilität um digitale, intelligente und smarte Lösungen in der Logistik ist der Bereich, in welchem wir unsere Expertise einbringen können. Dazu gehören das Wissen unserer Verkehrsexperten und die lokalen Kenntnisse um Warenströme in Afrika. Neben der Entwicklung von „grünen“ Logistikzentren wird auch die Paketzustellung im Kofferraum als „last-mile Logistik“ innerhalb der Partnerschaft diskutiert”, erklärt Dr. Klaus Richter, Geschäftsführender Direktor der Inros Lackner SE.

Aktuell werden durch Inros Lackner in Afrika eine Vielzahl von Projekten betreut. Dazu zählen unter anderem der Ausbau der Häfen in Mombasa in Kenia sowie Dar es Salaam in Tansania und ein neuer Hafen am Victoria-See in Uganda, für welche Masterpläne durch Inros Lackner erstellt wurden. Straßenbau- und Brückenbauprojekte gehören zu den Tätigkeiten in Westafrika sowie Küsten- und Hochwasserschutzmaßnahmen in Tunesien, Benin und Mosambik.

„Seit den ersten Projekten in den 1950er Jahren haben wir unsere Tätigkeit in Afrika kontinuierlich ausgebaut und Erfahrungen in etwa 30 der 54 Länder Afrikas gesammelt. Dafür war zum einen unsere jahrelange fachliche Erfahrung aus nationalen Projekten und zum anderen die Kooperation mit lokalen Partnern wichtig. Nur so kann sichergestellt werden, dass ein Projekt auf keine bremsenden Hürden stößt. Wir verstehen Afrika als Chancenkontinent und erweitern dort unsere lokale Präsenz. Vor diesem Hintergrund haben wir neben unseren Projektbüros auch Niederlassungen und Beteiligungen gegründet, die „Jüngste” im Januar diesen Jahres in Dakar im Senegal”, beschreibt Dr. Richter die aktuelle Situation auf dem afrikanischen Markt und unterstreicht, dass in den Projektteams kulturelle Vielfalt und Diversität gelebt wird. „Offenheit für andere Wertesysteme und die lokalen Bedürfnisse sowie die Kenntnis der Märkte der verschiedenen afrikanischen Kulturen und Länder sind für uns ein zentraler Faktor.”

Entwicklungsminister Müller unterstrich bei der Vorstellung von „Moving Rwanda”, dass die Initiative ein weiterer Beitrag zur Umsetzung des 'Marshallplans mit Afrika' sei. „Schon heute leben in Afrika über eine halbe Milliarde Menschen, bald werden es doppelt so viele sein. Wir brauchen nachhaltige, umweltfreundliche Verkehrskonzepte, sonst versinken die Städte in Staus, schlechter Luft und Lärm. Mit dem Projekt „Moving Rwanda” setzen wir auf digitale Lösungen. Denn drei von vier Afrikanern haben ein Handy, aber nur vier Prozent ein eigenes Auto. Die technikbegeisterte Bevölkerung kann so per App eine Mitfahrgelegenheit finden oder ein Auto mieten. Solche modernen Mobilitätskonzepte haben Signalwirkung für ganz Afrika", erklärte der Entwicklungsminister und zeigte weitere Zukunftsperspektiven auf: „Gemeinsam mit ruandischen Partnern werden wir unter anderem ein Digitalisierungszentrum für Fachkräfte und Know-how-Transfer in der Hauptstadt Kigali aufbauen. Damit geben wir den jungen Menschen in ihrer Heimat Zukunftsperspektiven – als Mechaniker für die Wartung der Fahrzeugflotte oder als Software-Entwickler.”

Quelle: http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/2018/februar/180228_pm_015_BMZ-und-deutsche-Unternehmen-starten-Moving-Ruanda/index.jsp

Foto: © „Inga Kjer / Photothek“