Kurzinfos

  • Auftraggeber: Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Sulingen
  • Planung: 2015 - 2017
  • Bausumme: 25 Mio. Euro
  • Planungsumfang:

    Grundlagenermittlung/Machbarkeitsstudie
    Vorplanung

    Optional:
    Entwurfsplanung
    Genehmigungsplanung
    Ausführungsplanung
    Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe

Schilfpolderanlage Dümmer See, Niedersachsen
Reduzierung der zufließenden Phosphorfracht

Übergeordnetes Ziel der Baumaßnahme war die Minderung der sommerlichen Algenblüte im Dümmer, dem zweitgrößten See in Niedersachsen. Dafür musste die zufließende Phosphorfracht über das Hunte-Gewässersystem in den See deutlich reduziert werden. Teil der beauftragten Leistungen war die Planung der Polderfläche mit allen erforderlichen Regel- und Durchlassbauwerken sowie die Planung einer kontrollierten Zuleitung. Auf Basis vorhandener Studien (Vorentwurf 1997, Rahmenentwurf Dümmersanierung 2012) wurde die technische Machbarkeit nachgewiesen und eine detaillierte Planung erstellt. Hierzu wurden zunächst in einer Variantenuntersuchung drei unterschiedliche Lösungen des Zuführungssystems zum Schilfpolder einer vergleichenden Betrachtung unterzogen:

• Anstau der Oberen Hunte und Ausleitung unterhalb des Zuflusses der Elze
• Ausleitung der Hunte über ein Schöpfwerk
• Ausleitung der Hunte im Bereich der Ortslage Hunteburg und Umleitung über einen Zuleitungskanal und die Elze

Zudem wurden diverse Lagevarianten des rund 200 ha messenden Polders im Hinblick auf die Flächenverfügbarkeit, Bodenmanagement, Umweltauswirkungen, Betriebskonzepte etc. untersucht. Vorzugsvarianten wurden mittels einer zweistufigen Nutzwertanalyse unter Anwendung einer Vielzahl von Kriterien identifiziert und dem Auftraggeber und seinen Fachgremien vorgestellt.

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