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Mit Weitblick planen

Wie strategisches Denken, nachhaltige Lösungen und ein starkes Team den Ingenieurbau von morgen prägen.

Anne Bode, Fachbereichsleiterin am Standort Bremen

Anne Bode

Sie sind seit fast zwei Jahrzehnten im Unternehmen und hier im konstruktiven Wasserbau und der Geotechnik tätig – beides technisch anspruchsvolle Themen. Was interessiert Sie daran besonders?
In der ersten Hälfte meines Berufslebens lag mein Schwerpunkt in der Tragwerksplanung, später kam die Objektplanung hinzu. Was mich bis heute begeistert: Es wird nie langweilig! Jedes Projekt ist anders – der Baugrund stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen, und jedes Bauwerk ist ein Unikat. Besonders motiviert mich, dass wir mit unserer Arbeit einen echten Beitrag leisten: Wir stärken die Verkehrsinfrastruktur der Wasserwege und sorgen dafür, dass Städte langfristig vor Hochwasser geschützt sind. Die Schleusen, Wehre und Schöpfwerke, die wir planen, sind für eine Lebensdauer von rund 100 Jahren ausgelegt – das ist Verantwortung, die mich antreibt. Und gerade in Zeiten des Klimawandels ist es ein gutes Gefühl, an Lösungen zu arbeiten, die auch kommenden Generationen Sicherheit geben.

Als neue Fachbereichsleiterin Ingenieurbau übernehmen Sie jetzt eine Schlüsselrolle. Welche Schwerpunkte möchten Sie setzen und wie möchten Sie Ihr Team dabei mitnehmen?
Als neue Fachbereichsleiterin möchte ich drei zentrale Themen vorantreiben: die konsequente Weiterentwicklung der BIM-Methodik, das Planen nachhaltiger Lösungen und das Bauen im Bestand. Die BIM-Methodik haben wir in unserem Fachbereich bereits vor rund zehn Jahren eingeführt – jetzt geht es darum, die Anwendungsfälle zu erweitern um die Vorteile für Qualität, Transparenz und Effizienz voll auszuschöpfen. Gleichzeitig gewinnt Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung: Wir wollen ressourcenschonende Materialien einsetzen und Lösungen entwickeln, die den Herausforderungen des Klimawandels standhalten. Auch das Bauen im Bestand wird ein wichtiger Schwerpunkt, um bestehende Bauwerke zukunftsfähig zu machen und gleichzeitig Ressourcen einzusparen. Mein Team möchte ich dabei aktiv einbinden – durch offene Kommunikation, gemeinsame Workshops und die Förderung individueller Stärken. Dabei möchte ich die bereits gelebte Kultur der offenen Kommunikation und Zusammenarbeit weiter stärken und meinem Team den Raum geben, Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.

Sie spielen gerne Schach und haben schon Workshops auf Betriebsfesten gegeben. Das klingt nach einer sehr analytischen, aber auch geduldigen Seite. Hilft Ihnen das Schachspielen im Job?
Ja, definitiv! Schach hilft mir, strategisch zu denken und mehrere Schritte vorauszuplanen – genau wie in unseren Projekten. Es lehrt Geduld und Flexibilität, denn manchmal muss man alternative Lösungen suchen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Der große Unterschied: Im Job spiele ich zum Glück nicht allein, sondern im Team – und gemeinsam lassen sich die besten Züge machen.