SuedOstLink, Sachsen-Anhalt
Im Vorhaben SuedOstLink werden Hochspannungs-Gleichstromübertragungsleitungen (HGÜ) von Sachsen-Anhalt nach Bayern, zwischen den Umspannwerken Wolmirstedt bis Hohe Börde als Freileitung, ab Hohe Börde als Erdkabel umgesetzt. Die rund 543 km lange HGÜ-Trasse besteht aus zwei Erdkabel-Verbindungen mit je 2.000 MW Leistung, 525 kV Spannung und ca. 2.000 Ampere Stromstärke, was der Kapazität von etwa 1.400 Windkraftanlagen entspricht. Die Trasse ist in die Genehmigungsabschnitte A1, A2 und B unterteilt, getrennt durch Kabelabschnittsstationen. Mit dem dritten und letzten Planfeststellungsbeschluss der Bundesnetzagentur im Frühjahr 2025 für den 88 km langen Abschnitt A1 durch den Landkreis Börde und den Salzlandkreis ist das Baurecht für den nördlichen Teil der Trasse vollständig erteilt. Inros Lackner begleitet das Projekt seit 2021 in Ingenieurgemeinschaft.
Die Erdkabel werden überwiegend in offener Bauweise in PE 100-RT Kabelschutzrohren verlegt, die im Standardfall eingebracht werden. Für die Baumaßnahme werden zwei Kabelgräben angelegt, jeweils für ein DC-Kabelsystem, bestehend aus zwei Kabeln und Lichtwellenleitern (LWL). Beide Systeme werden nacheinander im Graben installiert. Kreuzungen mit oberirdischer Infrastruktur erfolgen über Bohrungen im Horizontalspülbohrverfahren (HDD, vorrangig bei Deutsche-Bahn-Trassen) oder offene Bauweise. Die Kabel werden sektionsweise verlegt und über Kabelmuffen verbunden.
Auftraggeber
50Hertz Transmission GmbHPlanung
A1: 2023–2029, B: 2022–2028Planungsumfang
Leistungen für die Bauabschnitte A1 und B in Ingenieurgemeinschaft mit ILF Consulting Engineers:
Mitwirkung Genehmigungs-/Kreuzungsmanagement, Mitwirkung bei Ausschreibung und Vergabe, Baustellenmanagement, örtliche Bauüberwachung, Geotechnik, Abfallmanagement, Vermessung, Lean Management